medcom24 - Das Presseportal für Medizin & Gesundheit im Internet.

Deutschlands Datenbank für Presseinformationen aus dem Gesundheitswesen.

Benutzeranmeldung

Bleiben Sie mit - medcom24 - immer auf dem Laufenden!

Kooperationen / Partner

RSS - Newsfeed

Inhalt abgleichen

Feed anzeigen und abonnieren• Sitemap anzeigen

    Presseportal Kostenlos Online PR RSS News Public Relations Veröffentlichen Web 2.0 Gesundheit Journalisten Presse Redaktionen Healthcare Medizin Pressemeldungen PKs Kommunikation Pressekonferenzen Termine Kostenfrei PI Presseinformationen Werbung Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen VAs Marketing PR-Agenturen Veranstaltungen


      Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband


      Geprüft auf Sicherheit durch:
      Web-Browser optimiert.

    Zukunft der Unternehmens-Beratung von Haus- und Fachärzten: Consultants müssen sich umstellen

    Worum es geht
    Die Digitalisierung der Arztpraxis wird zu einem steigenden Beratungsbedarf bei Haus- und Fachärzten führen. Unternehmen, die hier erfolgreich tätig sein wollen, sind gezwungen, sich vorher mit den Gründen der aktuellen Beratungs-Zurückhaltung zu beschäftigen.

    Steigender Unterstützungsbedarf
    Mit der Einführung digitaler Lösungen im Gesundheitswesen ist zu erwarten, dass ein deutlicher Bedarf der Akteure an beratender Unterstützung bei Planung, Implementierung und Anwendung entsteht. Teile hiervon werden Digital-Anbieter im Rahmen ihres Kunden-Services übernehmen, es ist jedoch davon auszugehen, dass die Hilfen nur in engen Grenzen auf die eigenen Angebote begrenzt sind. Ob dieses Szenario tatsächlich eintritt, hängt von zwei Einflussgrößen ab:
    - der bislang bei Medizinern zu verzeichnenden Zurückhaltung, Beratungen überhaupt in Anspruch zu nehmen und
    - dem Verhalten der Beratungsunternehmen.

    Zurückhaltung bei Supportleistungen
    Ob es um beeinträchtigende Probleme im Arbeitsbetrieb geht oder um eine strategische Neuausrichtung, für die meisten Unternehmer anderer Branchen wären externe Berater die erste Wahl, wenn die hieraus resultierenden Lösungen und Aufgaben nicht in Eigenregie entwickel- und umsetzbar sind. Ganz anders verhält es sich bei niedergelassenen Ärzten, die hinsichtlich der Beauftragung von Praxisberatern äußerst zurückhaltend sind. Das erstaunt zunächst, denn der Unterstützungs-Bedarf ist vorhanden und wachsend, das artikulieren die Mediziner sogar entsprechend. Ein adäquates Angebot existiert ebenfalls: neben Unternehmen, die auf das Gesundheitswesen spezialisiert sind, drängen in den letzten Jahren immer mehr Branchenfremde in den Markt, vor allem in Zusammenhang mit der Einführung von Qualitätsmanagement-Systemen in Arztpraxen. Aber auch Ärztekammern und –Verbände sowie Kassenärztliche Vereinigungen bieten entsprechende Leistungen an. Hinzu kommen spezialisierte Pharma-Berater.

    Zwei Ursachen
    Die ärztliche Zurückhaltung wird aus zwei Quellen gespeist:
    - einer grundsätzlichen Distanz zu allen betriebswirtschaftlichen Einflüssen und
    - konkreten negativen Erfahrungen mit Beratern, die in den verzweigten Kommunikationskanälen der Ärzteschaft entsprechend verbreitet werden.
    Hier gilt, wie auch in anderen Bereichen, dass Negatives eine weitaus größere Beachtung findet als die ebenfalls vorhandenen positiven Beispiele.

    Die Kritikpunkte
    Die Ergebnisse einer themenbezogenen Exploration zeigen, dass die Kritik der Ärzte an externen Beratern bereits in der Angebotsphase beginnt.

    Fehlende Transparenz der Angebote

    Die Offerten sind ihren Aussagen folgend oft undurchsichtig formuliert. Verschiedene Kalkulations-Grundlagen und Leistungskataloge erschweren sowohl Vergleiche als auch eine abschließende Berechnung der Gesamtkosten.

    Wechselnde Ansprechpartner

    Ärgerlich ist für Mediziner auch, dass die in der Beauftragung-Phase auftretenden Personen häufig nicht diejenigen sind, die die eigentliche Beratung durchführen. Daraus resultiert die Notwendigkeit, den oder die Berater, die vor Ort tätig werden, erneut in die Aufgabenstellung einzuführen.

    Probleme während der Beratung

    Bei der konkreten Beratungs-Umsetzung spielt eine ganze Reihe von Faktoren eine Rolle, die in unterschiedlicher Intensität zu Kritik und Unmut führen. Hierzu zählen:
    - die Kompetenz der Berater
    - die Konkretisierung des Vorgehens, z. B. in Form der Erstellung eines Ablaufplans
    - die detaillierte Erklärung der Analyse-Methodik
    - das Engagement für die Sache
    die Information über Zwischenergebnisse
    - die generelle Verständlichkeit der Informationen und Erklärungen
    - das Auftreten des Beraters in der Praxis
    - der Einbezug des Praxisteams
    - das Verhältnis von Eigenleistung zur Beraterleistung
    - die Einhaltung von Terminen und Absprachen
    - die Beeinträchtigung des Praxisbetriebs sowie
    - die Länge des Zeitraumes, über den sich die Beratung erstreckte.

    Enttäuschende Resultate

    Ernüchterung herrscht zudem – mit Blick auf die Kosten der Beratungen – bei der Bewertung der Ergebnisqualität. Weniger als die Hälfte der Mediziner gab an, dass das Problem oder die Aufgabenstellung vollkommen bzw. zum größten Teil beseitigt bzw. erfüllt wurde. Dementsprechend ist auch die Weiterempfehlungsbereitschaft eher gering, genau wie die Motivation, bei erneut auftretenden Problemen wieder einen Berater zu beauftragen.

    Ausblick
    Aus dieser Situation lassen sich drei Anforderungen ableiten, die der tendenziell negativ gefärbten Grundhaltung von Haus- und Fachärzten gegenüber Beratungen entgegenwirken. Benötigt werden

    ein stärker auf die Grundsituation der Kunden bezogenes Denken und Handeln,
    durchgängig professionelle Angebote, die „zweite Garde“ reicht nicht aus,
    vor allem aber ganzheitliche Angebote, die das gesamte Praxismanagement und die Interdependenzen der einzelnen Aktionsbereiche berücksichtigen.

    Quelle: https://bit.ly/2GfqPOm

    Presseportal - medcom24 e.K. | Copyright 2008 - 2019 | All rights reserved | SERVICE-HOTLINE: 01801 / 730 730 | Powered by Drupal Design by Artinet