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    Leistungspotenzial-Entwicklung in der ambulanten Medizin: Orthopäden im Best-Practice-Assessment

    Worum es geht
    Vor dem Hintergrund der zunehmenden internetbasierten Vergleichbarkeit und Leistungs-Transparenz von Arztpraxen sowie der sich verändernden Patienten-Einstellungen wird ein reibungslos funktionierendes Praxismanagement immer mehr zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für Haus- und Fachärzte. Eine Querschnittsanalyse der Resultate von Valetudo Check-up©-Untersuchungen zeigt, wie ausgeprägt die Praxismanagement-Qualität in der Fachgruppe „Orthopäden“ ist.

    Die Grundlagen des Best Practice-Assessments
    Ein Feintuning des Praxismanagements bringt eine hochwertige medizinische Patientenversorgung mit angepasster Arbeitsproduktivität, ausgeprägter Mitarbeiter- und anforderungsgerechter Patientenzufriedenheit sowie zieladäquatem Praxiserfolg in Einklang. Die Referenz für die Bewertung des Praxismanagements ist der Best Practice-Standard, der alle für einen reibungslos funktionierenden Praxisbetrieb notwendigen und bewährten Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen beschreibt. Vergleicht man die konkreten Gegebenheiten eines Praxisbetriebs mit diesem Standard (Best Practice-Assessment), wird es möglich, für einzelne Praxisbetriebe, aber auch durch Aggregation von Einzelergebnissen für ganze Fachgruppen,
    - eine betriebswirtschaftliche Positions- und Leistungsbestimmung vorzunehmen,
    -
    zu untersuchen, inwieweit die gegenwärtig umgesetzten Aktivitäten geeignet sind, die verfolgte Strategie perspektivisch und zielgerichtet umzusetzen sowie
    - die bislang ungenutzten Optionen für Leistungs-, Qualitäts- und Gewinnverbesserungen zu identifizieren.
    Anders als die subjektiven Beurteilungen von Praxisberatern bietet das Best Practice-Benchmarking in einer 360-Grad-Betrachtung den Vorteil einer objektiven Bewertung der Gegebenheiten von Arztpraxen und ermöglicht ebenso sachliche und vor allem repräsentative Vergleiche zwischen einzelnen Betrieben oder Gruppen. Methodische und instrumentelle Grundlage des Best Practice Assessments ist der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“.

    Die Fachgruppe „Orthopäden“ im Best Practice-Assessment
    Der aktuelle Best Practice Performance-Score (BPS) für die Fachgruppe „Orthopäden“, d.h. das Verhältnis der in den Praxen eingesetzten Praxismanagement-Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen zu den Best Practice-Anforderungen, beträgt 47,6% (Optimum: 100%). Damit liegt diese Fachgruppe deutlich unter dem Durchschnitt aller Arztpraxen (53%). Dieser Wert indiziert in der BPS-Klassifikation ein „manifest erkranktes“ Praxismanagement mit akuter Veränderungsnotwendigkeit. Im Mittelpunkt stehen hierbei vor allem die Organisation, aber auch das Führungsmanagement. Hier treffen ein geringer Einsatz unbedingt notwendiger Instrumente auf noch geringer ausfallende Motivations- und Zufriedenheits-Effekte bei den Medizinischen Fachangestellten, eine denkbar ungünstige Voraussetzung für die Erledigung des täglich anfallenden, anspruchsvollen Arbeitspensums. Insgesamt finden sich in orthopädischen Praxen im Mittel knapp fünfzig Verbesserungsmöglichkeiten der Praxisführung, die zum großen Teil in Eigenregie

    Auch die Patienten „leiden“
    Im Rahmen des Valetudo-Assessments wird auch die Patientenzufriedenheit ermittelt. Sie ist bei Orthopäden nur gering ausgeprägt, der Patient Care Quality Score (PCQS) beläuft sich auf lediglich 54,6% (Durchschnitt aller Fachgruppen: 61%). Ursächlich hierfür sind die organisatorischen Defizite, aber auch Aspekte wie die Freundlichkeit des Personals oder die – zu knappe – ärztliche Aufklärung und Information. Insgesamt sind orthopädische Praxisbetriebe in der Durchschnittsbetrachtung durch eine sehr zerrissene Patient Experience geprägt, die auch die Weiterempfehlungsbereitschaft negativ beeinflusst.

    Quelle: https://bit.ly/2pM94vV

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