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    Warum sich niedergelassene Ärzte mit der Digitalisierung nicht anfreunden können

    Quelle und weiterführende informationen: http://ow.ly/i0kY30bymj4

    Zu einem Thema herrscht im Gesundheitswesen weitgehender Konsens: die Digitalisierung kommt nicht so richtig voran, besonders spürbar ist das im ambulanten Sektor. Eine Serie von Gruppendiskussionen und Interviews mit niedergelassenen Ärzten aller Fachrichtungen ging dem Phänomen auf den Grund. Hierbei konnten drei Digitalisierung-Barrieren identifiziert werden.

    (1) Bedrohung durch die Digitalisierung

    Die Dynamik und die Vielschichtigkeit der Digitalisierung sowie die hieraus resultierende Orientierungslosigkeit wurde von einem Großteil der Teilnehmer als irritierend bis bedrohlich empfunden. Waren bisherige Veränderungen ihrer Arbeit, z. B. die Einführung des Qualitätsmanagement, mit vielfältigen Erklärungen, Einführungen und vor allem mit langen Umstellungs- und Gewöhnungszeiten verbunden, hat die Digitalisierung den „Charakter einer Riesenwelle“. Das führt zu Abschottungs-Tendenzen, da bislang kaum Perspektiven und Hilfestellungen für die Entwicklung von konkreten Konzepten zur Digitalisierung der Praxisarbeit existieren.
    Hinzu kommt die Befürchtung, dass Digital-Lösungen zur Konkurrenz werden können und sich die Position des Arztes im Kontakt mit den Patienten verändert.

    (2) Geringe Veränderungsbereitschaft

    Zum zweiten erschließt sich – so die Teilnehmer – der Nutzen von Digital-Lösungen vielfach nicht, da die Arbeit doch bislang auch „ohne“ gut funktioniert hat, ein Argument, dass für die meisten unter dem Kostenaspekt auch entsprechende Investitionen überflüssig macht. Das wurde besonders deutlich bei einer Diskussion zum Thema „Online-Terminvereinbarung“: die zeitlichen und kapazitären Einspar-Möglichkeiten wurden hier mit dem Argument verworfen, dass es doch „um viel Aufwand für nur wenige Minuten“ gehe.
    Die nur generelle, gering ausgeprägte Veränderungsbereitschaft wird aus drei „Angst-Quellen“ gespeist:
    – vor der Umstellung selbst, wie sie abläuft und was sich für den Praxisalltag anschließend möglicherweise verändert,
    – vor einem Kontrollverlust durch die Automatisierung und
    – davor, von der Technik und ihren möglichen Fehlern abhängig zu sein.
    (Anmerkung: Die geringe Veränderungsbereitschaft ist übrigens nicht nur auf die Digitalisierung bezogen, sondern findet sich auch in anderen Bereiche der ärztlichen Tätigkeit. Beispielsweise liegt der Anteil von Praxisinhabern, die nach einer Praxismanagement-Analyse die ermittelten Defizite tatsächlich beseitigen, deutlich unter 30%.)

    (3) Ablehnung betriebswirtschaftlicher Einflüsse

    Die Digitalisierung selbst ist eine für Ärzte fremde Entwicklung, sobald sie die Sphäre der Medizintechnik verlässt. Um ihre Angebote dennoch zu positionieren, verwenden viele Anbieter, aber auch Fachbeiträge Nutzen-Kategorien wie Effizienz, Produktivität und Rationalisierung. Doch gerade diese betriebswirtschaftlichen Begriffe und die damit verbundenen falschen Assoziationen von Medizinern erschweren den Zugang. So war für viele Teilnehmer der Effizienz-Begriff mit Minuten-Medizin identisch und man war sich einig, dass keine (weiteren) ökonomischen Einflüsse auf ärztliche Entscheidungen gewünscht sind.
    Verstärkend kommt hinzu, dass die meisten Ärzte Digitalisierung fast durchgängig als Ersatz für Bisheriges, nicht als Ergänzung verstanden und befürchteten, Teile ihrer Tätigkeit durch Einführung digitaler Techniken selbst entbehrlich zu machen.

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